Für Vertikalen mit hohem Risiko und wachsende Budgets schlägt dieses Modell fast immer den Einmalkauf.
Agenturkonto mieten: so funktioniert es
Wie das Mietmodell funktioniert, was die Kommission abdeckt und wann es einem Einmalkauf objektiv überlegen ist.
„Agenturkonto kaufen” und „Agenturkonto mieten” sind zwei unterschiedliche wirtschaftliche Modelle, und diese Verwechslung ist der häufigste Grund für unrealistische Erwartungen bei Einsteigern im Media-Buying. So funktioniert die Miete, woher die Kommission kommt und wann sie einem Einmalkauf objektiv überlegen ist.
Was „Miete” bei einem Werbekonto bedeutet
Bei einem gemieteten Agenturkonto seid ihr nicht der rechtliche Eigentümer — der Zugang gilt, solange aktiv Budget ausgegeben wird, und die Agentur behält ihren Partnerstatus bei der Plattform und haftet für das Vertrauen des Kontos. Ihr zahlt nicht für das Konto selbst, sondern eine Kommission von 5–20 % auf Guthabenaufladungen — das deckt Infrastruktur, Support und das Ersatzrisiko bei Sperre.
Unterschied zum direkten Kauf
Beim Kauf zahlt ihr einen Festpreis für ein bestimmtes Konto, und danach liegt jedes Risiko bei euch: Wird es am nächsten Tag gesperrt, ist der Kaufpreis weg, und das Guthaben zum Zeitpunkt der Sperre meist auch. Die Miete verlagert dieses Risiko auf die Agentur — deshalb kostet sie pro ausgegebenem Euro langfristig mehr, begrenzt aber den maximalen Verlust bei einer einzelnen Sperre.
- Kauf — Festpreis, gesamtes Sperrrisiko beim Käufer, keine Ersatzpflicht
- Miete — Kommission auf das Budget, Ersatz und Guthabenübertrag im Modell enthalten
Wann sich Mieten mehr lohnt
- Ihr arbeitet in Vertikalen mit hohem Sperrrisiko (Glücksspiel, Wetten, Finanzen) und ersetzt Konten öfter als einmal im Monat
- Euer Budget wächst schneller, als sich ein eigenes Konto realistisch aufwärmen ließe
- Planbarkeit ist euch wichtig — eine Kommission auf den Umsatz lässt sich leichter kalkulieren als das Risiko, das ganze Budget durch eine Sperre zu verlieren
Testet ihr ein einzelnes Angebot mit kleinem Budget und akzeptiert das Risiko, das Konto ganz zu verlieren, kann ein Einmalkauf im Moment günstiger sein — nur eben ohne Garantien.
Wie sich die 5–20 % Kommission bemisst
Der Satz hängt von Plattform, Vertikale und Umsatzvolumen ab: je höher das Sperrrisiko bei einer bestimmten Quelle und Vertikale, desto höher die Vergütung für den Vertrauenserhalt. Große, konstante Volumina landen meist am unteren Ende der Spanne — das ist Verhandlungssache mit eurem Account Manager, keine feste Preisliste.
Was bei einer Sperre eines gemieteten Kontos passiert
LuxAccs ersetzt ein gesperrtes Konto und überträgt das Restguthaben innerhalb von 24 Stunden — diese Kernbedingung der Miete solltet ihr euch schriftlich bestätigen lassen, bevor ihr zahlt (siehe Agentur-Anbieter prüfen vor der Miete).
Miete ist nicht „günstiger”, sondern „planbarer”. Rechnerisch kann sie gegen einen Einmalkauf verlieren, aber durch das ausgeschlossene Risiko eines Totalverlusts ist die tatsächliche Traffic-Kostenlangfristig meist niedriger.
Auf welchen Plattformen die Miete bei LuxAccs verfügbar ist
Das Mietmodell funktioniert auf allen 10 Traffic-Quellen von LuxAccs gleich — von Facebook und Google Ads bis zu Nischen-Programmatic wie DV360 und The Trade Desk. Der Unterschied liegt nur im konkreten Kommissionssatz pro Plattform.
Fazit
Die Miete eines Agenturkontos verlagert das Sperrrisiko vom Käufer zur Agentur, im Austausch gegen eine Kommission auf das Budget. Für Vertikalen mit hohem Risiko und wachsende Budgets schlägt dieses Modell fast immer den Einmalkauf.
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